Von Sasek „ausgebeuteter“ Mitarbeiter meldet sich zu Wort

2. Oktober 2020

Das Internetportal watson hat Kla.TV Gründer Ivo Sasek bezichtigt, von seinen Mitwirkern Spenden einzufordern und sich masslos zu bereichern. Ob dies der Wahrheit entspricht? Einer dieser „ausgebeuteten“ Mitarbeiter bezieht nun Stellung, wie er Sasek seit 17 Jahren erlebt.

Hallo, da ist der Thomas, heut´ mal von zu Hause, von meiner Baustelle aus. Ich hab´ hier nämlich ein großes Problem. Ich wurde nämlich gezwungen mein ganzes Geld dem Ivo Sasek zu spenden und jetzt muss ich hier leider alles alleine machen, weil: ich kann mir nicht mal mehr ein Handwerker leisten, ich armer Kerl.
Ist natürlich Blödsinn. Aber was stimmt ist, ich habe den Ivo wirklich über Jahre immer mal wieder finanziell unterstützt. Und jetzt kam ja dieser tolle Artikel auf watson.ch wo ich empfunden hab, jetzt muss ich doch mal Stellung zu dem Ganzen nehmen.

Weil, ehrlich gesagt, ich finde das schon ziemlich abstrus, wenn man jetzt schon schier das Ganze als Verbrechen hinstellt, dass Ivo aus seiner Bewegung hier Spenden erhält oder dass sie ihm beim Renovieren von den Wohnungen helfen. Also ich finde das das normalste auf der Welt. Mir helfen auch meine Freunde hier auf dem Bau, ich helf ihnen, also so gehört es sich doch, dass man sich gegenseitig hilft. Und auch mit den Spenden. Also ist das jetzt so außergewöhnlich, dass man hier Spenden von seinen Mitwirkern erhält oder läuft das nicht überall auf der Welt in allen Bereichen so?

Also früher in der katholischen Kirche -da bin ich ja aufgewachsen- da war das ganz normal: Man hatte die Kirchensteuer zu zahlen, man hat in den Klingelbeutel was rein geschmissen, und dann wurden natürlich auch noch fleißig Spendengelder eingesammelt. Und das ist ja auch in der Politik so, man hat den Mitgliedsbeitrag in der Partei und dann natürlich wird getrommelt, Spenden zu bringen. Und in allen anderen Lebensbereichen, sei es vom Umweltschutz, der WWF, Bund Naturschutz bis hin zu Amnesty International, die Kinderkrebshilfe, Arbeiterwohlfahrt usw., alle machen es doch so. Jeder sammelt Spenden ein, und es ist nichts Außergewöhnliches! Nur einer darf es nicht: Ivo Sasek!

Aber er ist vielleicht der Einzige der es nicht darf; aber es ist auch der Einzige, der es komplett anders macht. Eben apropos Mitgliedsbeitrag, den gibt’s schon bei uns überhaupt nicht. Oder Spendenaufrufe.
Ich hab´ die Woche von der Kirche einen Brief bekommen, haben glaube ich alle in meinem Ort. „Bitte um Unterstützung in Coronazeiten“. Und dann erzählen sie halt wie ihnen jetzt durch Corona die Kirchensteuer eingebrochen ist und wie sie große Probleme haben, ihre Sachen noch durchzuführen und dass man ihnen doch bitte helfen solle. Ich möchte das an der Stelle gar nicht bewerten, ob die das brauchen oder nicht. Aber etwas möchte ich sagen: ich arbeite jetzt 17 Jahre hier in der Bewegung von Ivo mit, aber so was habe ich in der ganzen Zeit von ihm nie gesehen. Das gab's einfach kategorisch nicht, dass hier irgendwelche Spendenaufrufe gemacht wurden, dass Geld gesammelt wurde. Ja nicht mal irgendwie ein Körbchen auf irgendeiner Veranstaltung, das irgendwo in einem Eck gestanden war. Das gab's nicht. Auch dass jetzt irgendeine Kontonummer veröffentlich worden wäre, auf einem Rundbrief oder einem Schreiben von ihm. Das Thema Geld war nie existent bei uns in der Bewegung.

Aber was ich erlebt habe: Menschen mit einem riesengroßen Herzen. Ich kam dahin aus einer großen Lebenskrise. Und ich wurde sofort liebevoll aufgenommen. Sie haben mir Hilfestellung geleistet, ich durfte sogar mehrere Wochen dort wohnen, wurde verköstigt, sie haben sich mir angenommen. Aber da gab es keine Rechnung im Nachhinein. Und auch später, wenn ich auf Konferenzen gegangen bin, da war jetzt nie, dass ich irgendeinen Eintritt hätte bezahlen müssen. Oder du konntest DVDs mitnehmen, Filme, Bücher, Lehrmaterial alles mögliche, immer umsonst. Und ich muss sagen, das war für mich wirklich eine andere Welt. Das hab´ ich nie irgendwo erlebt in der Art und Weise.

Und wenn jetzt watson im Verbund mit ihren Hackerfreunden gerade dieses Thema Geld und Spenden aufgreifen, wo ja die OCG ganz offensichtlich souveräner als alle anderen ist, ich muss, dann zeugt das für mich von einer ganz großen Hilflosigkeit. Weil jetzt haben sie uns über Wochen nachgestellt, haben irgendwie versucht auszuspionieren, Daten zu klauen usw. Und dann finden sie jetzt nicht irgendwas Verwerfliches, dass sie hier irgend so eine harmlose Spendenliste her nehmen müssen und irgendwie versuchen, da eine Story draus zu stricken?

Watson und Co. lasst euch doch eins gesagt sein: wir jetzt als OCG, aufgrund solcher Anfeindungen, wir rücken nur umso näher zu einander zusammen und gehen umso motivierter weiter und eines kann ich Euch garantieren: aufhalten lassen wir uns von euch garantiert nicht!

von tz.

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