Warum mein Vater kein Geldmensch ist – und was Linux damit zu tun hat (Elias Sasek)
August 2026, Rundbrief "Panorama-Nachrichten"
(von Elias Sasek, 34 J.)
In den letzten Tagen habe ich mich intensiver mit der Entstehungsgeschichte von Linux beschäftigt. Linux, macOS und Windows sind die drei grossen Betriebssysteme für Computer. MacOS und Windows sind geschlossene Betriebssysteme, bei denen die Vorgänge im Hintergrund geheim sind. Linux ist dagegen ein freies Betriebssystem, das auch als „Open Source“ bezeichnet wird. Seinen Quellcode
kann man einsehen, verändern, weiterentwickeln und unter den jeweiligen Lizenzbedingungen weitergeben. Ob man es wahrhaben will oder nicht: Linux ist inzwischen das am weitesten verbreitete Betriebssystem der Welt. Zwar läuft Linux auf vergleichsweise wenigen klassischen Heimcomputern, dafür bildet es aber die Grundlage für den grössten Teil der Internetserver und unzähliger technischer Geräte. Jeder von uns kommt täglich dutzende Male mit Linux in Berührung – beim Surfen, Telefonieren, Autofahren oder Bezahlen – ohne es überhaupt zu bemerken. Wie das Ganze begann, finde ich sehr eindrücklich. Im Jahr 1991 stellte der damals
21-jährige finnische Student Linus Torvalds den Quellcode seines selbst entwickelten Betriebssystemkerns frei ins Internet. Dies in einer Zeit, als der Begriff „Open Source“ noch nicht einmal existierte und geschlossene, kommerzielle Software gerade zum Milliardengeschäft wurde. Weil Linus Torvalds seine geniale Entwicklung frei zugänglich machte – ohne Geld dafür zu verlangen, ohne Spendenkampagne und ohne sein Wissen eifersüchtig für sich zu behalten – folgten ihm im Laufe der Jahre zehntausende Entwickler aus aller Welt. Sie prüften, verbesserten und erweiterten seinen Code und stellten ihre Beiträge wiederum unentgeltlich der Gemeinschaft zur Verfügung. Andere gründeten auf der Grundlage von Linux Unternehmen und wurden damit Millionäre – während Torvalds selbst zunächst nichts vom finanziellen Erfolg seines eigenen Werkes sah. Gleichzeitig wurden Bill Gates und Steve Jobs mit ihren geschlossenen Systemen zu Milliardären. Um die Jahrtausendwende hätte der Kontrast kaum deutlicher sein
können: Während Bill Gates, als reichster Mann der Welt, in einem gigantischen Anwesen am Lake Washington residierte, stolperte Linus Torvalds in seiner bescheidenen Doppelhaushälfte über die Spielsachen seiner drei Töchter. Auf seinem Girokonto lagen laut seiner eigenen Biografie fast nie mehr als 5.000 Dollar. Heute hat Linux die Konkurrenz technisch in den Schatten gestellt, die Monopolstellung von Microsoft (Windows) und Apple (macOS) gebrochen und wird dies weiter tun. Linux hat bewiesen, dass freier Software die Zukunft gehört. Aus meiner Sicht geschah dies dank des Vorbilds zweier genialer Köpfe: Linus Torvalds, dem
Entwickler des Linux-Kernels und Richard Stallman, dem Schöpfer der freien GNU-GPL-Lizenz. Linus Torvalds ist heute selbst Millionär, weil erfolgreiche Linux-Unternehmer ihm aus Dankbarkeit für seine Arbeit Aktien überliessen. Wieso schreibe ich das? Als ich mich mit der Entstehungsgeschichte von Linux beschäftigte, sah ich viele Parallelen zum Werdegang und der Mission meines Vaters Ivo Sasek und zu unserem Dienst. Mein Vater widmet sich seit bald 50 Jahren der Entwicklung eines „geistlichen Betriebssystems“. Mit der OCG und tausenden Menschen zusammen hat er über Jahrzehnte demonstriert, dass „Open-Source“ auf allen Gebieten des Lebens funktioniert! Er kreierte den Slogan: „Die neue Welt ist ohne Geld – die neue Welt beginnt zu Hause.“ Er bewies im ehrenamtlichen Dienst, nicht selten am finanziellen Existenzminimum, dass die Welt ohne Geld nicht bloss eine Floskel ist, sondern erlebbare Realität! Durch tausende geistliche Lehrstunden erwuchsen daraus weltumspannende Werke wie AZK, Kla.TV, S&G usw. Bereits heute produzieren wir beispielsweise mit Kla.TV auf unentgeltlicher Basis Dokumentarfilme und Filmproduktionen, die in Qualität und Umsetzung den öffentlich-rechtlichen Sendern mit ihren Milliardenbudgets in nichts nachstehen, siehe auch unsere Gratisfestplatte „Kla.TV-Offline“ mit über 27.000 Sendungen, in über 85 Sprachen – ein Milliardengeschenk (www.kla.tv/2plus). Profit und Geld waren meinem Vater nie wichtig. Er hat alle seine Dienste an den Menschen unentgeltlich gemacht und sämtliche Filme, Produktionen, Bücher usw. kostenfrei angeboten, sogar ohne jemals eine Kontonummer zu veröffentlichen. Mit dieser Einstellung hat er zehntausende Menschen angesteckt. Er wurde für so viele Menschen zum Segen, dass ihm aus Dankbarkeit für seinen Dienst im-
mer wieder Leute freiwillig einen Teil ihrer Einkünfte gaben. So vermehrten sich seine Dienstmittel ohne Spendenaufrufe, ohne auf einen Lohn zu schielen. Alle Verleumder, die jetzt im Internet oder bei den Lügenmedien behaupten, mein Vater sei ein Geldmensch, lügen vorsätzlich! Kürzlich wurde ich allen Ernstes gefragt, ob ich keine Angst hätte, dass mein Vater mich ausnutzt, plötzlich sein
gesamtes Hab und Gut – einschliesslich der Häuser – verkauft und sich mit dem Geld aus dem Staub macht :-).
Ich musste lauthals rauslachen. Diese Menschen haben wirklich keinen blassen Schimmer, wie mein Vater Ivo Sasek tickt. Die haben noch nicht einmal realisiert, dass die Liegenschaften meines Vaters ihm alles andere als Reichtum bescheren, wohl eher unendlich viele Kosten: Steuern, Liegenschaftssteuern, obligatorische Assekuranz-Versicherungen, Unterhaltskosten, Reparaturen ohne Ende. Und dazu kommt, dass die genannten Häuser nicht vermietet werden, sondern 19 Enkel darin rumrennen, die nicht selten das
Licht brennen lassen, den Wasserhahn laufen lassen oder etwas auf den Teppich verschütten – und für alles kommt der Papapi Ivo auf. Solche Verleumder haben nicht realisiert, dass mein Vater, wenn er für jede Arbeitsstunde einen minimalen Lohn eingesteckt hätte, er heute in luxuriösen Verhältnissen leben würde. Sie haben nicht realisiert, dass er seit je alle Überschüsse in Dienste, Aktionen und
technische Mittel investiert, um der Welt zum Segen zu sein, und dass auch wir, alle vollzeitlich-ehrenamtlichen Mitarbeiter, es ihm gleichtun. Sie haben auch nicht realisiert, dass alle Söhne und Töchter von Ivo & Anni Sasek im vollzeitlichen Dienst keine kleinen Kinder mehr sind. Wir alle haben handfeste Berufe erlernt, sind erwachsene Menschen, bei bestem Urteilsvermögen und haben die
gleiche Mission auf dem Herzen. Im Beispiel von Linux gesprochen, drängt uns die Vision, dass das kleingeredete Betriebssystem weltweit durchbricht, einfach weil es nachweislich besser ist als die versklavende Konkurrenz.
Elias