2026
- Fragen des BR-Formats «Die Frage» und die dazugehörigen Antworten
- Warum mein Vater kein Geldmensch ist – und was Linux damit zu tun hat (Elias Sasek)
Fragen des BR-Formats «Die Frage» und die dazugehörigen Antworten
Fragen des BR-Formats «Die Frage» und die dazugehörigen Antworten (*in kursiv von Bettina Busch, Sekretärin Ivo Saseks)
Im Einzelnen geht es um folgende Punkte:
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Erziehung und Umgang mit Kindern
Eine Person, die nach eigenen Angaben in einer OCG‑Familie aufgewachsen ist, schildert:
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In ihrer Familie seien Schläge als Erziehungsmittel eingesetzt worden.
Anmerkung von mir persönlich: Am besten gesunden Menschenverstand einschalten, dann werden Sie selber merken, dass dies nicht sein kann. Alle Kinder der Familie Sasek hatten nur die allerbesten sozialen Noten in der Schule. Sie wurden teilweise sogar als Klassenführer eingesetzt, weil sie in ihrem sozialen Verhalten so gut waren. Man muss kein Sozialpädagoge sein um zu wissen, dass Kinder, die geschlagen werden, unmöglich gute soziale Noten haben können. Siehe auch https://www.kla.tv/12747#t=63 Hier erleben Sie Anna-Sophia, eine seiner Töchter und werden selber erkennen, dass diese junge Frau niemals in einem Haus, wo Kinder geschlagen werden, aufgewachsen ist.
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Nach ihrer Darstellung sei dies im Einklang mit Ihrer Erziehungslehre bzw. dem von Ihnen verfassten Buch „Erziehe mit Vision!“ gestanden. In diesem Buch schildern Sie unter anderem, dass es das Ziel ist, den Eigenwillen von Kindern zu brechen, sowie dass Still‑ und Schlafzeiten strikt von den Eltern vorgegeben werden sollten. Anmerkung von mir: Das ist falsch, es gibt keine strikte Weisung dazu.
Fragen:
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Welche Haltung vertreten Sie grundsätzlich zum Einsatz körperlicher Züchtigung in der Kindererziehung?
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Welche Grundsätze zur Erziehung von Kleinkindern werden von Ihnen bzw. in der OCG vermittelt?
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Wie positionieren Sie sich heute zu dem Vorwurf, dass Kinder in Familien der OCG systematisch Gewalt und Vernachlässigung ausgesetzt gewesen seien?
Antworten von Ivo Sasek: https://www.ivo-sasek.ch/antworten/books/haufig-gestellte-fragen/page/was-sagen-ivo-sasek-und-die-ocg-zu-den-vorwurfen-der-kinderzuchtigung
Anmerkung von mir persönlich: Halten Sie sich zudem vor Augen, dass wir ein Hilfswerk sind. Zu uns kommen und kamen Familien, wo viele Eltern oder ein Elternteil entweder Alkohol-, Drogen oder psychische Probleme haben/hatten. Wenn sich solche Eltern ihren Kindern gegenüber nicht immer richtig und gut verhalten, darf das so wenig einem Hilfswerk angelastet werden, wie wenn man eine Therapeuten einer anderen Einrichtung auch nicht für allfälliges Fehlverhalten seines Therapieteilnehmers verantwortlich machen kann. Dies mag es in Einzelfällen geben, die vielen Bezeugungen von Menschen, die Hilfe bekommen haben, sprechen aber eine andere Sprache. Siehe auch: https://veraendert.de/
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Rolle von Frauen, Familie, Kinderzahl, Verhütung
Eine Person äußert, dass es die Hauptlebensaufgabe der Frau in der OCG sei, Kinder zu gebären. Anmerkung von mir persönlich: Auch das ist Unsinn. Ich empfehle ich Ihnen, die Augen zu öffnen und den gesunden Menschenverstand einzuschalten. Im vordersten Mitarbeiterteam von Ivo Sasek gab es früher und gibt es auch heute zum grösseren Anteil nicht verheiratete Frauen. Es gibt unzählige Frauen in der OCG, die in der Berufswelt aufblühen, keine Kinder bekommen möchten oder gar keine Zeit haben, Kinder zu gebären… Siehe auch Antwort zu folgender Frage 1.
Fragen:
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Welche Rolle weisen Sie Frauen in Ihrer Lehre und innerhalb der OCG zu?
Antwort von mir persönlich: Es gibt überhaupt keine konkreten Weisungen, schon gar keine für Frauen. In der Lehre von Ivo Sasek gibt es nur eine Empfehlung: Dem Gesetz des Geistes des Lebens zu folgen und dies immer in der Achtsamkeit gegenüber dem Nächsten, wie es alle sonst bekannten Religionen zum Zentrum haben: Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst. (Siehe auch Beilage 1 «12 Weltreligionen – 1 Ziel»)
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Gibt es innerhalb der OCG Vorgaben oder Empfehlungen zur Verwendung von Verhütungsmitteln?
Antwort von mir persönlich: Völlig absurd, sicher nicht.
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Wird eine bestimmte Kinderzahl propagiert oder vermittelt, dass möglichst viele Kinder erwünscht seien und wenn ja, warum?
Antwort von mir persönlich: Auch hier kann ich nur sagen: Das ist völlig absurd. Oder können Sie sich vorstellen, dass tausende Ehepaare so etwas mitmachen würden? Ich erlebe es gerade umgekehrt. Ich kriege mit, dass Ivo Sasek seinen Kindern immer wieder sehr ans Herz legt, ihren eigenen Weg in der Familienplanung zu finden. Es haben also keines seiner Söhne und Töchter das Gefühl, er/sie müsse Ivo & Anni Sasek mit 11 Kindern nachahmen. Es gibt in der OCG kein "Ideal", dem man nachstrebt oder das gar propagiert wird. Dass die OCG kinderreiche Familien hat, hat sicher damit zu tun, dass unser Wirken aus einem Familienhilfswerk, mit diversen Grossfamilien entsprungen ist. Studien zeigen, dass Menschen, die in kinderreichen Familien aufgewachsen sind, im Durchschnitt selbst mehr Kinder bekommen als Menschen aus kleinen Familien. Dieser Zusammenhang wird als intergenerationale Weitergabe der Fertilität bezeichnet. Siehe: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6449311/
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Strukturen, Betreuersystem und Bemessung
Uns wurde berichtet:
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Ein zentrales Element sei die sogenannte Bemessung: In einer Runde von Teilnehmenden würden persönliche Verfehlungen/Sünden angesprochen, moderiert durch einen Bemessungsleiter.
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Nach der Schilderung der Person könne es dabei dazu kommen, dass einzelne Teilnehmende stärker in den Fokus der Gruppe geraten und emotional stark belastet sind.
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Weiterhin beschreibt sie einen ausgeprägten Personenkult um Ihre Person und Ihre Familie und führt aus, Sie hätten sich als von Gott berufener Prophet verstanden, der im Namen Gottes spreche.
Zu einer Bemessung im Jahr 2017 schildert ein ehemaliges Mitglied:
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Ihr ist vor einer Gruppe von 20-30 Personen u.a. vorgehalten worden, durch ihren früheren Ausstieg aus der OCG nicht an Aktivitäten mitgewirkt zu haben. In der Folge sei ihr eine Verantwortung für den Tod von Menschen im Iran/Irak zugeschrieben worden.
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Sie beschreibt, in dieser Situation emotional zusammengebrochen zu sein und keine Entlastung in der Runde erlebt zu haben. Sie sagt, das sei so gewollt. Menschen sollten gebrochen werden.
Fragen:
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Wie ist die OCG organisatorisch aufgebaut?
Antwort von Ivo Sasek, siehe: https://www.kla.tv/12747#t=645
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Wie sehen Sie selbst Ihre Rolle innerhalb der OCG?
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Was ist aus Ihrer Sicht das Ziel und der typische Ablauf einer Bemessung?
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Gibt es dieses Ritual heute noch?
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Wie reagieren Sie auf den Vorwurf, dass diese Rituale dazu dienten, Menschen psychisch zu brechen, gleichzuschalten und gefügig zu machen?
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Wie wird in solchen Runden mit belastenden oder emotional zugespitzten Situationen einzelner Teilnehmender umgegangen?
Antwort von Ivo Sasek: https://www.ocg.life/bemessung-interview/
Siehe auch Beilage 2 «Flyer Bemessung» und: https://www.ocg.life/bemessung-info/
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Haltung zu Medien, Außenkontakten, Wissenschaft, Politik, Krisenvorbereitung
Eine Person berichtet aus ihrer Zeit in der OCG:
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In ihrer Familie seien Fernsehen und Radio nicht genutzt worden; der Konsum bestimmter Medien, Musik und Bücher sei unerwünscht gewesen.
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Kontakte zu Menschen außerhalb der OCG seien eingeschränkt gewesen; Freundschaften außerhalb seien nicht gefördert worden.
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Innerhalb der OCG wurden unwissenschaftliche Thesen und Verschwörungsideologien verbreitet. Bei einer Veranstaltung sei die Äußerung gefallen: Was, wenn Hitler ein Prophet gewesen sei?
Fragen:
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Welche Haltung vertritt die OCG im Bezug auf Medien im Allgemeinen und öffentlich‑rechtliche Medien im Besonderen?
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Wie äußern Sie sich zum Vorwurf, die OCG würde unwissenschaftliche Thesen und Verschwörungsideologien verbreiten (Weltherrschaftselite, Handystrahlung, Hitler als Prophet)?
Antwort von mir persönlich: Schon Ole Skambraks (ehemaliger Redakteur bei ARD) hat es treffend formuliert: «Das Grundprinzip der Wissenschaft ist das Anzweifeln, das Hinterfragen, das Überprüfen». Kla.tv, AZK und S&G fokussiert deshalb den offenen Diskurs und lässt bewusst kontroverse Stimmen zu einem Thema zu Wort kommen um dieses Grundprinzip zu fördern. Und was «Hitler» betrifft: Herr Sasek hat nie behauptet, dass Hitler ein Prophet sei. Sie haben das völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Er hat lediglich dazu aufgefordert, sich prinzipiell seine eigene Meinung zu bilden und nicht einfach alles, was uns Bürgern vorgesetzt wird, ungeprüft zu übernehmen. Dies bewusst mit einem provokativen Beispiel, um die Zuhörer wachzurütteln.
Sasek-Statement zu Hitler: https://www.ivo-sasek.ch/antworten/books/antworten-nach-jahr/page/sasek-statement-zu-adolf-hitler
Handy: https://www.ivo-sasek.ch/antworten/books/antworten-nach-jahr/page/judith-widerlegt-sechs-medienlugen
Ziele unserer Medienangebote: https://www.ivo-sasek.ch/antworten/link/9#bkmrk-11.-sie-fragen%3A-welc
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Gibt es innerhalb der OCG Empfehlungen oder Regeln zum Medienkonsum (z.B. Fernsehen, Radio, Internet)?
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Wie ist die Haltung der OCG gegenüber Kontakten und Freundschaften außerhalb der Gemeinschaft?
Antwort von mir persönlich: Es gibt überhaupt keine konkreten Regeln in der OCG, weder zum Medienkonsum, noch zu Freundschaften oder sonst einem Thema. Wie schon eingangs formuliert, gibt es nur das Gesetz des Geistes Lebens, das uns leitet. Schauen Sie sich hierzu unbedingt das Kurzvideo an von «Ivo Sasek zum Gesetz des Geistes des Lebens»: https://www.ocg.life/bemessung-info/
Bitte lesen Sie hierzu auch die Beilage 3 mit «155 Stellungnahmen von OCGern»
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Gab es in der OCG Krisen‑ oder Survival‑Übungen? Wenn ja: Mit welchem Ziel?
Antwort von mir persönlich: Ja. Wir halten uns da an die Empfehlung der Regierung, z.B. der Schweizer Krisenvorsorge: https://www.bwl.admin.ch/de/kluger-rat-notvorrat
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Umgang mit Austritten
Eine Person schildert die Zeit nach ihrem Austritt:
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Sie habe Anrufe, Faxe und Briefe erhalten, darunter nach ihrer Darstellung scharf formulierte Schreiben, u.a. von einem Distriktleiter.
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Sie habe befürchtet, im Anschluss an ihren Austritt zu weiteren Gesprächen oder Bemessungen gedrängt zu werden.
Fragen:
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Gibt es innerhalb der OCG festgelegte Vorgehensweisen für den Fall, dass Mitglieder austreten möchten? Wird versucht, Menschen zum Bleiben zu bewegen?
Antwort von mir persönlich: Wenn jemand die OCG verlassen möchte, so bemühen wir uns um ein Abschlussgespräch, um die Gründe dafür zu hören und zu verstehen. Selbstverständlich versuchen wir, einen Weg zu finden, dass der OCGer bleiben kann. Dies ist aber nichts Spezielles in der OCG, dies macht ja jeder Betrieb oder Verein, der einen wertvollen Menschen und Mitarbeiter schätzt.
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In welcher Form nehmen Leitungspersonen nach einem Austritt Kontakt zu betroffenen Personen auf?
Antwort von mir persönlich: In keiner Form, wir lassen jeden seinen Weg gehen, den er gehen möchte.
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Wie reagieren Sie auf den Vorwurf, dass Ex‑Mitglieder mit massivem Druck, wiederholten Anrufen und beschimpfenden Faxen/Briefen konfrontiert wurden?
Antwort von mir persönlich: siehe Antwort zu 2.
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Selbstverständnis der Gemeinschaft
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Wie bezeichnen Sie Ihre Gemeinschaft selbst und wie reagieren Sie auf die Einordnung der OCG als Sekte?
Antwort von Ivo Sasek, siehe: https://www.kla.tv/12747#t=296
Selbstverständnis der OCG: https://www.ivo-sasek.ch/antworten/link/9#bkmrk-11.-sie-fragen%3A-welc
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Korrespondenz zwischen BR und Sekretärin Bettina Busch von Ivo Sasek und Sohn Elias Sasek
Am 03.06.2026 um 17:01 schrieb Krempl, Verena:
Sehr geehrter Herr Sasek,
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Redaktion „Die Frage“ (Wissen und Forschung) des Bayerischen Rundfunks befasst sich aktuell mit der christlichen Gemeinschaft
„Organische Christus‑Generation“ (OCG).
Wir recherchieren ergebnisoffen und sind dabei, Sachverhalte abzuklären, Stellungnahmen einzuholen und die Möglichkeit einer
Veröffentlichung zu prüfen.
Bezogen auf Sie und die OCG geht es insbesondere um die Darstellung von Strukturen, Lehren und Praktiken innerhalb der Gemeinschaft sowie um Erfahrungen von ehemaligen Mitgliedern.
Im Einzelnen geht es um folgende Punkte:
1. Erziehung und Umgang mit Kindern
Eine Person, die nach eigenen Angaben in einer OCG‑Familie aufgewachsen ist, schildert:
* In ihrer Familie seien Schläge als Erziehungsmittel eingesetzt worden.
* Nach ihrer Darstellung sei dies im Einklang mit Ihrer Erziehungslehre bzw. dem von Ihnen verfassten Buch „Erziehe mit Vision!“ gestanden.
In diesem Buch schildern Sie unter anderem, dass es das Ziel ist, den Eigenwillen von Kindern zu brechen, sowie dass Still‑ und Schlafzeiten strikt von den Eltern vorgegeben werden sollten.
Fragen:
* Welche Haltung vertreten Sie grundsätzlich zum Einsatz körperlicher Züchtigung in der Kindererziehung?
* Welche Grundsätze zur Erziehung von Kleinkindern werden von Ihnen bzw. in der OCG vermittelt?
* Wie positionieren Sie sich heute zu dem Vorwurf, dass Kinder in Familien der OCG systematisch Gewalt und Vernachlässigung
ausgesetzt gewesen seien?
2. Rolle von Frauen, Familie, Kinderzahl, Verhütung
Eine Person äußert, dass es die Hauptlebensaufgabe der Frau in der OCG sei, Kinder zu gebären.
Fragen:
* Welche Rolle weisen Sie Frauen in Ihrer Lehre und innerhalb der OCG zu?
* Gibt es innerhalb der OCG Vorgaben oder Empfehlungen zur Verwendung von Verhütungsmitteln?
* Wird eine bestimmte Kinderzahl propagiert oder vermittelt, dass möglichst viele Kinder erwünscht seien und wenn ja, warum?
3. Strukturen, Betreuersystem und Bemessung
Uns wurde berichtet:
* Ein zentrales Element sei die sogenannte Bemessung: In einer Runde von Teilnehmenden würden persönliche Verfehlungen/Sünden
angesprochen, moderiert durch einen Bemessungsleiter.
* Nach der Schilderung der Person könne es dabei dazu kommen, dass einzelne Teilnehmende stärker in den Fokus der Gruppe geraten und emotional stark belastet sind.
* Weiterhin beschreibt sie einen ausgeprägten Personenkult um Ihre Person und Ihre Familie und führt aus, Sie hätten sich als von
Gott berufener Prophet verstanden, der im Namen Gottes spreche.
Zu einer Bemessung im Jahr 2017 schildert ein ehemaliges Mitglied:
* Ihr ist vor einer Gruppe von 20-30 Personen u.a. vorgehalten worden, durch ihren früheren Ausstieg aus der OCG nicht an
Aktivitäten mitgewirkt zu haben. In der Folge sei ihr eine Verantwortung für den Tod von Menschen im Iran/Irak zugeschrieben
worden.
* Sie beschreibt, in dieser Situation emotional zusammengebrochen zu sein und keine Entlastung in der Runde erlebt zu haben. Sie sagt, das sei so gewollt. Menschen sollten gebrochen werden.
Fragen:
* Wie ist die OCG organisatorisch aufgebaut?
* Wie sehen Sie selbst Ihre Rolle innerhalb der OCG?
* Was ist aus Ihrer Sicht das Ziel und der typische Ablauf einer Bemessung?
* Gibt es dieses Ritual heute noch?
* Wie reagieren Sie auf den Vorwurf, dass diese Rituale dazu dienten, Menschen psychisch zu brechen, gleichzuschalten und
gefügig zu machen?
* Wie wird in solchen Runden mit belastenden oder emotional zugespitzten Situationen einzelner Teilnehmender umgegangen?
4. Haltung zu Medien, Außenkontakten, Wissenschaft, Politik,
Krisenvorbereitung
Eine Person berichtet aus ihrer Zeit in der OCG:
* In ihrer Familie seien Fernsehen und Radio nicht genutzt worden; der Konsum bestimmter Medien, Musik und Bücher sei unerwünscht gewesen.
* Kontakte zu Menschen außerhalb der OCG seien eingeschränkt gewesen; Freundschaften außerhalb seien nicht gefördert worden.
* Innerhalb der OCG wurden unwissenschaftliche Thesen und Verschwörungsideologien verbreitet. Bei einer Veranstaltung sei
die Äußerung gefallen: Was, wenn Hitler ein Prophet gewesen sei?
Fragen:
* Welche Haltung vertritt die OCG im Bezug auf Medien im Allgemeinen und öffentlich‑rechtliche Medien im Besonderen?
* Wie äußern Sie sich zum Vorwurf, die OCG würde unwissenschaftliche Thesen und Verschwörungsideologien verbreiten
(Weltherrschaftselite, Handystrahlung, Hitler als Prophet)?
* Gibt es innerhalb der OCG Empfehlungen oder Regeln zum Medienkonsum (z.B. Fernsehen, Radio, Internet)?
* Wie ist die Haltung der OCG gegenüber Kontakten und Freundschaften außerhalb der Gemeinschaft?
* Gab es in der OCG Krisen‑ oder Survival‑Übungen? Wenn ja: Mit welchem Ziel?
5. Umgang mit Austritten
Eine Person schildert die Zeit nach ihrem Austritt:
* Sie habe Anrufe, Faxe und Briefe erhalten, darunter nach ihrer Darstellung scharf formulierte Schreiben, u.a. von einem
Distriktleiter.
* Sie habe befürchtet, im Anschluss an ihren Austritt zu weiteren Gesprächen oder Bemessungen gedrängt zu werden.
Fragen:
* Gibt es innerhalb der OCG festgelegte Vorgehensweisen für den Fall, dass Mitglieder austreten möchten? Wird versucht, Menschen
zum Bleiben zu bewegen?
* In welcher Form nehmen Leitungspersonen nach einem Austritt Kontakt zu betroffenen Personen auf?
* Wie reagieren Sie auf den Vorwurf, dass Ex‑Mitglieder mit massivem Druck, wiederholten Anrufen und beschimpfenden Faxen/Briefen konfrontiert wurden?
6. Selbstverständnis der Gemeinschaft
* Wie bezeichnen Sie Ihre Gemeinschaft selbst und wie reagieren Sie auf die Einordnung der OCG als Sekte?
Wir bitten Sie, uns Ihre schriftliche Stellungnahme zu den genannten Punkten bis spätestens *10.06.2026, 17 Uhr* zukommen zu lassen.
Bitte antworten Sie direkt auf diese Mail mit diesem Betreff und an diesen Mail‑Account, damit gewährleistet ist, dass Ihre Stellungnahme fristgerecht berücksichtigt werden kann.
Mit freundlichen Grüßen,
Verena Krempl
Signatur_BR_200917
Verena Krempl
Redakteurin Wissen und Forschung
Bayerischer Rundfunk
Programmdirektion Kultur | Programmbereich Wissen und Bildung
Floriansmühlstraße 60 | Haus 3a | 80939 München
Mobil: +49 1520 9780384
Telefon +49 89 5900-26081
Mail: verena.krempl@br.de
BR.de http://br.de/
Antwort von Bettina Busch (Sekretärin) und Sohn Elias Sasek:
Re: Bitte um Stellungnahme "Die Frage" (BR)
Hier können Sie ausführlich ergebnisoffen recherchieren.
https://www.kla.tv/12747
Die Reden meines Vaters Ivo Sasek sind keine gewöhnlichen Reden – es sind Reden, die Menschen inspirieren, ihnen Hoffnung gibt und ihnen Halt in schweren Zeiten vermittelt. Hören Sie sie, wenn irgend möglich, im ganzen Umfang an, dann lernen Sie die liebende Herzenshaltung meines Vaters zu allen Menschen, selbst zu seinen Hassern, am besten kennen.
Warum mein Vater kein Geldmensch ist – und was Linux damit zu tun hat (Elias Sasek)
August 2026, Rundbrief "Panorama-Nachrichten"
(von Elias Sasek, 34 J.)
In den letzten Tagen habe ich mich intensiver mit der Entstehungsgeschichte von Linux beschäftigt. Linux, macOS und Windows sind die drei grossen Betriebssysteme für Computer. MacOS und Windows sind geschlossene Betriebssysteme, bei denen die Vorgänge im Hintergrund geheim sind. Linux ist dagegen ein freies Betriebssystem, das auch als „Open Source“ bezeichnet wird. Seinen Quellcode
kann man einsehen, verändern, weiterentwickeln und unter den jeweiligen Lizenzbedingungen weitergeben. Ob man es wahrhaben will oder nicht: Linux ist inzwischen das am weitesten verbreitete Betriebssystem der Welt. Zwar läuft Linux auf vergleichsweise wenigen klassischen Heimcomputern, dafür bildet es aber die Grundlage für den grössten Teil der Internetserver und unzähliger technischer Geräte. Jeder von uns kommt täglich dutzende Male mit Linux in Berührung – beim Surfen, Telefonieren, Autofahren oder Bezahlen – ohne es überhaupt zu bemerken. Wie das Ganze begann, finde ich sehr eindrücklich. Im Jahr 1991 stellte der damals
21-jährige finnische Student Linus Torvalds den Quellcode seines selbst entwickelten Betriebssystemkerns frei ins Internet. Dies in einer Zeit, als der Begriff „Open Source“ noch nicht einmal existierte und geschlossene, kommerzielle Software gerade zum Milliardengeschäft wurde. Weil Linus Torvalds seine geniale Entwicklung frei zugänglich machte – ohne Geld dafür zu verlangen, ohne Spendenkampagne und ohne sein Wissen eifersüchtig für sich zu behalten – folgten ihm im Laufe der Jahre zehntausende Entwickler aus aller Welt. Sie prüften, verbesserten und erweiterten seinen Code und stellten ihre Beiträge wiederum unentgeltlich der Gemeinschaft zur Verfügung. Andere gründeten auf der Grundlage von Linux Unternehmen und wurden damit Millionäre – während Torvalds selbst zunächst nichts vom finanziellen Erfolg seines eigenen Werkes sah. Gleichzeitig wurden Bill Gates und Steve Jobs mit ihren geschlossenen Systemen zu Milliardären. Um die Jahrtausendwende hätte der Kontrast kaum deutlicher sein
können: Während Bill Gates, als reichster Mann der Welt, in einem gigantischen Anwesen am Lake Washington residierte, stolperte Linus Torvalds in seiner bescheidenen Doppelhaushälfte über die Spielsachen seiner drei Töchter. Auf seinem Girokonto lagen laut seiner eigenen Biografie fast nie mehr als 5.000 Dollar. Heute hat Linux die Konkurrenz technisch in den Schatten gestellt, die Monopolstellung von Microsoft (Windows) und Apple (macOS) gebrochen und wird dies weiter tun. Linux hat bewiesen, dass freier Software die Zukunft gehört. Aus meiner Sicht geschah dies dank des Vorbilds zweier genialer Köpfe: Linus Torvalds, dem
Entwickler des Linux-Kernels und Richard Stallman, dem Schöpfer der freien GNU-GPL-Lizenz. Linus Torvalds ist heute selbst Millionär, weil erfolgreiche Linux-Unternehmer ihm aus Dankbarkeit für seine Arbeit Aktien überliessen. Wieso schreibe ich das? Als ich mich mit der Entstehungsgeschichte von Linux beschäftigte, sah ich viele Parallelen zum Werdegang und der Mission meines Vaters Ivo Sasek und zu unserem Dienst. Mein Vater widmet sich seit bald 50 Jahren der Entwicklung eines „geistlichen Betriebssystems“. Mit der OCG und tausenden Menschen zusammen hat er über Jahrzehnte demonstriert, dass „Open-Source“ auf allen Gebieten des Lebens funktioniert! Er kreierte den Slogan: „Die neue Welt ist ohne Geld – die neue Welt beginnt zu Hause.“ Er bewies im ehrenamtlichen Dienst, nicht selten am finanziellen Existenzminimum, dass die Welt ohne Geld nicht bloss eine Floskel ist, sondern erlebbare Realität! Durch tausende geistliche Lehrstunden erwuchsen daraus weltumspannende Werke wie AZK, Kla.TV, S&G usw. Bereits heute produzieren wir beispielsweise mit Kla.TV auf unentgeltlicher Basis Dokumentarfilme und Filmproduktionen, die in Qualität und Umsetzung den öffentlich-rechtlichen Sendern mit ihren Milliardenbudgets in nichts nachstehen, siehe auch unsere Gratisfestplatte „Kla.TV-Offline“ mit über 27.000 Sendungen, in über 85 Sprachen – ein Milliardengeschenk (www.kla.tv/2plus). Profit und Geld waren meinem Vater nie wichtig. Er hat alle seine Dienste an den Menschen unentgeltlich gemacht und sämtliche Filme, Produktionen, Bücher usw. kostenfrei angeboten, sogar ohne jemals eine Kontonummer zu veröffentlichen. Mit dieser Einstellung hat er zehntausende Menschen angesteckt. Er wurde für so viele Menschen zum Segen, dass ihm aus Dankbarkeit für seinen Dienst im-
mer wieder Leute freiwillig einen Teil ihrer Einkünfte gaben. So vermehrten sich seine Dienstmittel ohne Spendenaufrufe, ohne auf einen Lohn zu schielen. Alle Verleumder, die jetzt im Internet oder bei den Lügenmedien behaupten, mein Vater sei ein Geldmensch, lügen vorsätzlich! Kürzlich wurde ich allen Ernstes gefragt, ob ich keine Angst hätte, dass mein Vater mich ausnutzt, plötzlich sein
gesamtes Hab und Gut – einschliesslich der Häuser – verkauft und sich mit dem Geld aus dem Staub macht :-).
Ich musste lauthals rauslachen. Diese Menschen haben wirklich keinen blassen Schimmer, wie mein Vater Ivo Sasek tickt. Die haben noch nicht einmal realisiert, dass die Liegenschaften meines Vaters ihm alles andere als Reichtum bescheren, wohl eher unendlich viele Kosten: Steuern, Liegenschaftssteuern, obligatorische Assekuranz-Versicherungen, Unterhaltskosten, Reparaturen ohne Ende. Und dazu kommt, dass die genannten Häuser nicht vermietet werden, sondern 19 Enkel darin rumrennen, die nicht selten das
Licht brennen lassen, den Wasserhahn laufen lassen oder etwas auf den Teppich verschütten – und für alles kommt der Papapi Ivo auf. Solche Verleumder haben nicht realisiert, dass mein Vater, wenn er für jede Arbeitsstunde einen minimalen Lohn eingesteckt hätte, er heute in luxuriösen Verhältnissen leben würde. Sie haben nicht realisiert, dass er seit je alle Überschüsse in Dienste, Aktionen und
technische Mittel investiert, um der Welt zum Segen zu sein, und dass auch wir, alle vollzeitlich-ehrenamtlichen Mitarbeiter, es ihm gleichtun. Sie haben auch nicht realisiert, dass alle Söhne und Töchter von Ivo & Anni Sasek im vollzeitlichen Dienst keine kleinen Kinder mehr sind. Wir alle haben handfeste Berufe erlernt, sind erwachsene Menschen, bei bestem Urteilsvermögen und haben die
gleiche Mission auf dem Herzen. Im Beispiel von Linux gesprochen, drängt uns die Vision, dass das kleingeredete Betriebssystem weltweit durchbricht, einfach weil es nachweislich besser ist als die versklavende Konkurrenz.
Elias