Direkt zum Hauptinhalt

Fragen des BR-Formats «Die Frage» und die dazugehörigen Antworten

Fragen des BR-Formats «Die Frage» und die dazugehörigen Antworten (*in kursiv von Bettina Busch, Sekretärin Ivo Saseks)



Im Einzelnen geht es um folgende Punkte:

  1. Erziehung und Umgang mit Kindern

Eine Person, die nach eigenen Angaben in einer OCG‑Familie aufgewachsen ist, schildert:

  1. In ihrer Familie seien Schläge als Erziehungsmittel eingesetzt worden.

Anmerkung von mir persönlich: Am besten gesunden Menschenverstand einschalten, dann werden Sie selber merken, dass dies nicht sein kann. Alle Kinder der Familie Sasek hatten nur die allerbesten sozialen Noten in der Schule. Sie wurden teilweise sogar als Klassenführer eingesetzt, weil sie in ihrem sozialen Verhalten so gut waren. Man muss kein Sozialpädagoge sein um zu wissen, dass Kinder, die geschlagen werden, unmöglich gute soziale Noten haben können. Siehe auch https://www.kla.tv/12747#t=63 Hier erleben Sie Anna-Sophia, eine seiner Töchter und werden selber erkennen, dass diese junge Frau niemals in einem Haus, wo Kinder geschlagen werden, aufgewachsen ist.


  1. Nach ihrer Darstellung sei dies im Einklang mit Ihrer Erziehungslehre bzw. dem von Ihnen verfassten Buch „Erziehe mit Vision!“ gestanden. In diesem Buch schildern Sie unter anderem, dass es das Ziel ist, den Eigenwillen von Kindern zu brechen, sowie dass Still‑ und Schlafzeiten strikt von den Eltern vorgegeben werden sollten. Anmerkung von mir: Das ist falsch, es gibt keine strikte Weisung dazu.

Fragen:

  1. Welche Haltung vertreten Sie grundsätzlich zum Einsatz körperlicher Züchtigung in der Kindererziehung?

  2. Welche Grundsätze zur Erziehung von Kleinkindern werden von Ihnen bzw. in der OCG vermittelt?

  3. Wie positionieren Sie sich heute zu dem Vorwurf, dass Kinder in Familien der OCG systematisch Gewalt und Vernachlässigung ausgesetzt gewesen seien?


Antworten von Ivo Sasek: https://www.ivo-sasek.ch/antworten/books/haufig-gestellte-fragen/page/was-sagen-ivo-sasek-und-die-ocg-zu-den-vorwurfen-der-kinderzuchtigung


Anmerkung von mir persönlich: Halten Sie sich zudem vor Augen, dass wir ein Hilfswerk sind. Zu uns kommen und kamen Familien, wo viele Eltern oder ein Elternteil entweder Alkohol-, Drogen oder psychische Probleme haben/hatten. Wenn sich solche Eltern ihren Kindern gegenüber nicht immer richtig und gut verhalten, darf das so wenig einem Hilfswerk angelastet werden, wie wenn man eine Therapeuten einer anderen Einrichtung auch nicht für allfälliges Fehlverhalten seines Therapieteilnehmers verantwortlich machen kann. Dies mag es in Einzelfällen geben, die vielen Bezeugungen von Menschen, die Hilfe bekommen haben, sprechen aber eine andere Sprache. Siehe auch: https://veraendert.de/

  1. Rolle von Frauen, Familie, Kinderzahl, Verhütung

Eine Person äußert, dass es die Hauptlebensaufgabe der Frau in der OCG sei, Kinder zu gebären. Anmerkung von mir persönlich: Auch das ist Unsinn. Ich empfehle ich Ihnen, die Augen zu öffnen und den gesunden Menschenverstand einzuschalten. Im vordersten Mitarbeiterteam von Ivo Sasek gab es früher und gibt es auch heute zum grösseren Anteil nicht verheiratete Frauen. Es gibt unzählige Frauen in der OCG, die in der Berufswelt aufblühen, keine Kinder bekommen möchten oder gar keine Zeit haben, Kinder zu gebären… Siehe auch Antwort zu folgender Frage 1.


Fragen:

  1. Welche Rolle weisen Sie Frauen in Ihrer Lehre und innerhalb der OCG zu?

Antwort von mir persönlich: Es gibt überhaupt keine konkreten Weisungen, schon gar keine für Frauen. In der Lehre von Ivo Sasek gibt es nur eine Empfehlung: Dem Gesetz des Geistes des Lebens zu folgen und dies immer in der Achtsamkeit gegenüber dem Nächsten, wie es alle sonst bekannten Religionen zum Zentrum haben: Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst. (Siehe auch Beilage 1 «12 Weltreligionen – 1 Ziel»)


  1. Gibt es innerhalb der OCG Vorgaben oder Empfehlungen zur Verwendung von Verhütungsmitteln?

Antwort von mir persönlich: Völlig absurd, sicher nicht.


  1. Wird eine bestimmte Kinderzahl propagiert oder vermittelt, dass möglichst viele Kinder erwünscht seien und wenn ja, warum?

Antwort von mir persönlich: Auch hier kann ich nur sagen: Das ist völlig absurd. Oder können Sie sich vorstellen, dass tausende Ehepaare so etwas mitmachen würden? Ich erlebe es gerade umgekehrt. Ich kriege mit, dass Ivo Sasek seinen Kindern immer wieder sehr ans Herz legt, ihren eigenen Weg in der Familienplanung zu finden. Es haben also keines seiner Söhne und Töchter das Gefühl, er/sie müsse Ivo & Anni Sasek mit 11 Kindern nachahmen. Es gibt in der OCG kein "Ideal", dem man nachstrebt oder das gar propagiert wird. Dass die OCG kinderreiche Familien hat, hat sicher damit zu tun, dass unser Wirken aus einem Familienhilfswerk, mit diversen Grossfamilien entsprungen ist. Studien zeigen, dass Menschen, die in kinderreichen Familien aufgewachsen sind, im Durchschnitt selbst mehr Kinder bekommen als Menschen aus kleinen Familien. Dieser Zusammenhang wird als intergenerationale Weitergabe der Fertilität bezeichnet. Siehe: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6449311/

  1. Strukturen, Betreuersystem und Bemessung

Uns wurde berichtet:

  1. Ein zentrales Element sei die sogenannte Bemessung: In einer Runde von Teilnehmenden würden persönliche Verfehlungen/Sünden angesprochen, moderiert durch einen Bemessungsleiter.

  2. Nach der Schilderung der Person könne es dabei dazu kommen, dass einzelne Teilnehmende stärker in den Fokus der Gruppe geraten und emotional stark belastet sind.

  3. Weiterhin beschreibt sie einen ausgeprägten Personenkult um Ihre Person und Ihre Familie und führt aus, Sie hätten sich als von Gott berufener Prophet verstanden, der im Namen Gottes spreche.

Zu einer Bemessung im Jahr 2017 schildert ein ehemaliges Mitglied:

  1. Ihr ist vor einer Gruppe von 20-30 Personen u.a. vorgehalten worden, durch ihren früheren Ausstieg aus der OCG nicht an Aktivitäten mitgewirkt zu haben. In der Folge sei ihr eine Verantwortung für den Tod von Menschen im Iran/Irak zugeschrieben worden.

  2. Sie beschreibt, in dieser Situation emotional zusammengebrochen zu sein und keine Entlastung in der Runde erlebt zu haben. Sie sagt, das sei so gewollt. Menschen sollten gebrochen werden.

Fragen:

  1. Wie ist die OCG organisatorisch aufgebaut?

Antwort von Ivo Sasek, siehe: https://www.kla.tv/12747#t=645

  1. Wie sehen Sie selbst Ihre Rolle innerhalb der OCG?

  2. Was ist aus Ihrer Sicht das Ziel und der typische Ablauf einer Bemessung?

  3. Gibt es dieses Ritual heute noch?

  4. Wie reagieren Sie auf den Vorwurf, dass diese Rituale dazu dienten, Menschen psychisch zu brechen, gleichzuschalten und gefügig zu machen?

  5. Wie wird in solchen Runden mit belastenden oder emotional zugespitzten Situationen einzelner Teilnehmender umgegangen?

Antwort von Ivo Sasek: https://www.ocg.life/bemessung-interview/

Siehe auch Beilage 2 «Flyer Bemessung» und: https://www.ocg.life/bemessung-info/

  1. Haltung zu Medien, Außenkontakten, Wissenschaft, Politik, Krisenvorbereitung

Eine Person berichtet aus ihrer Zeit in der OCG:

  1. In ihrer Familie seien Fernsehen und Radio nicht genutzt worden; der Konsum bestimmter Medien, Musik und Bücher sei unerwünscht gewesen.

  2. Kontakte zu Menschen außerhalb der OCG seien eingeschränkt gewesen; Freundschaften außerhalb seien nicht gefördert worden.

  3. Innerhalb der OCG wurden unwissenschaftliche Thesen und Verschwörungsideologien verbreitet. Bei einer Veranstaltung sei die Äußerung gefallen: Was, wenn Hitler ein Prophet gewesen sei?

Fragen:

  1. Welche Haltung vertritt die OCG im Bezug auf Medien im Allgemeinen und öffentlich‑rechtliche Medien im Besonderen?

  2. Wie äußern Sie sich zum Vorwurf, die OCG würde unwissenschaftliche Thesen und Verschwörungsideologien verbreiten (Weltherrschaftselite, Handystrahlung, Hitler als Prophet)?

Antwort von mir persönlich: Schon Ole Skambraks (ehemaliger Redakteur bei ARD) hat es treffend formuliert: «Das Grundprinzip der Wissenschaft ist das Anzweifeln, das Hinterfragen, das Überprüfen». Kla.tv, AZK und S&G fokussiert deshalb den offenen Diskurs und lässt bewusst kontroverse Stimmen zu einem Thema zu Wort kommen um dieses Grundprinzip zu fördern. Und was «Hitler» betrifft: Herr Sasek hat nie behauptet, dass Hitler ein Prophet sei. Sie haben das völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Er hat lediglich dazu aufgefordert, sich prinzipiell seine eigene Meinung zu bilden und nicht einfach alles, was uns Bürgern vorgesetzt wird, ungeprüft zu übernehmen. Dies bewusst mit einem provokativen Beispiel, um die Zuhörer wachzurütteln.


Sasek-Statement zu Hitler: https://www.ivo-sasek.ch/antworten/books/antworten-nach-jahr/page/sasek-statement-zu-adolf-hitler


Handy: https://www.ivo-sasek.ch/antworten/books/antworten-nach-jahr/page/judith-widerlegt-sechs-medienlugen


Ziele unserer Medienangebote: https://www.ivo-sasek.ch/antworten/link/9#bkmrk-11.-sie-fragen%3A-welc


  1. Gibt es innerhalb der OCG Empfehlungen oder Regeln zum Medienkonsum (z.B. Fernsehen, Radio, Internet)?

  2. Wie ist die Haltung der OCG gegenüber Kontakten und Freundschaften außerhalb der Gemeinschaft?

Antwort von mir persönlich: Es gibt überhaupt keine konkreten Regeln in der OCG, weder zum Medienkonsum, noch zu Freundschaften oder sonst einem Thema. Wie schon eingangs formuliert, gibt es nur das Gesetz des Geistes Lebens, das uns leitet. Schauen Sie sich hierzu unbedingt das Kurzvideo an von «Ivo Sasek zum Gesetz des Geistes des Lebens»: https://www.ocg.life/bemessung-info/

Bitte lesen Sie hierzu auch die Beilage 3 mit «155 Stellungnahmen von OCGern»


  1. Gab es in der OCG Krisen‑ oder Survival‑Übungen? Wenn ja: Mit welchem Ziel?

Antwort von mir persönlich: Ja. Wir halten uns da an die Empfehlung der Regierung, z.B. der Schweizer Krisenvorsorge: https://www.bwl.admin.ch/de/kluger-rat-notvorrat

oder https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/So-koennen-Sie-sich-vorbereiten/Bevorraten/bevorraten_node.html

  1. Umgang mit Austritten

Eine Person schildert die Zeit nach ihrem Austritt:

  1. Sie habe Anrufe, Faxe und Briefe erhalten, darunter nach ihrer Darstellung scharf formulierte Schreiben, u.a. von einem Distriktleiter.

  2. Sie habe befürchtet, im Anschluss an ihren Austritt zu weiteren Gesprächen oder Bemessungen gedrängt zu werden.

Fragen:

  1. Gibt es innerhalb der OCG festgelegte Vorgehensweisen für den Fall, dass Mitglieder austreten möchten? Wird versucht, Menschen zum Bleiben zu bewegen?

Antwort von mir persönlich: Wenn jemand die OCG verlassen möchte, so bemühen wir uns um ein Abschlussgespräch, um die Gründe dafür zu hören und zu verstehen. Selbstverständlich versuchen wir, einen Weg zu finden, dass der OCGer bleiben kann. Dies ist aber nichts Spezielles in der OCG, dies macht ja jeder Betrieb oder Verein, der einen wertvollen Menschen und Mitarbeiter schätzt.


  1. In welcher Form nehmen Leitungspersonen nach einem Austritt Kontakt zu betroffenen Personen auf?

Antwort von mir persönlich: In keiner Form, wir lassen jeden seinen Weg gehen, den er gehen möchte.


  1. Wie reagieren Sie auf den Vorwurf, dass Ex‑Mitglieder mit massivem Druck, wiederholten Anrufen und beschimpfenden Faxen/Briefen konfrontiert wurden?

Antwort von mir persönlich: siehe Antwort zu 2.


  1. Selbstverständnis der Gemeinschaft

  1. Wie bezeichnen Sie Ihre Gemeinschaft selbst und wie reagieren Sie auf die Einordnung der OCG als Sekte?

Antwort von Ivo Sasek, siehe: https://www.kla.tv/12747#t=296

Selbstverständnis der OCG: https://www.ivo-sasek.ch/antworten/link/9#bkmrk-11.-sie-fragen%3A-welc

____________________________________________________________________________________________

Korrespondenz zwischen BR und Sekretärin Bettina Busch von Ivo Sasek und Sohn Elias Sasek

Am 03.06.2026 um 17:01 schrieb Krempl, Verena:

Sehr geehrter Herr Sasek,
Sehr geehrte Damen und Herren,

die Redaktion „Die Frage“ (Wissen und Forschung) des Bayerischen Rundfunks befasst sich aktuell mit der christlichen Gemeinschaft 
„Organische Christus‑Generation“ (OCG).

 Wir recherchieren ergebnisoffen und sind dabei, Sachverhalte abzuklären, Stellungnahmen einzuholen und die Möglichkeit einer 
Veröffentlichung zu prüfen.

Bezogen auf Sie und die OCG geht es insbesondere um die Darstellung von Strukturen, Lehren und Praktiken innerhalb der Gemeinschaft sowie um Erfahrungen von ehemaligen Mitgliedern.

Im Einzelnen geht es um folgende Punkte:

1. Erziehung und Umgang mit Kindern


Eine Person, die nach eigenen Angaben in einer OCG‑Familie  aufgewachsen ist, schildert:

* In ihrer Familie seien Schläge als Erziehungsmittel eingesetzt worden.
* Nach ihrer Darstellung sei dies im Einklang mit Ihrer Erziehungslehre bzw. dem von Ihnen verfassten Buch „Erziehe mit Vision!“ gestanden.

 In diesem Buch schildern Sie unter anderem, dass es das Ziel ist, den Eigenwillen von Kindern zu brechen, sowie dass Still‑ und Schlafzeiten strikt von den Eltern vorgegeben werden sollten.

Fragen:

* Welche Haltung vertreten Sie grundsätzlich zum Einsatz körperlicher Züchtigung in der Kindererziehung?
* Welche Grundsätze zur Erziehung von Kleinkindern werden von Ihnen bzw. in der OCG vermittelt?
* Wie positionieren Sie sich heute zu dem Vorwurf, dass Kinder in Familien der OCG systematisch Gewalt und Vernachlässigung
ausgesetzt gewesen seien?

2. Rolle von Frauen, Familie, Kinderzahl, Verhütung


Eine Person äußert, dass es die Hauptlebensaufgabe der Frau in der OCG sei, Kinder zu gebären.

Fragen: 

* Welche Rolle weisen Sie Frauen in Ihrer Lehre und innerhalb der OCG zu?
* Gibt es innerhalb der OCG Vorgaben oder Empfehlungen zur Verwendung von Verhütungsmitteln?
* Wird eine bestimmte Kinderzahl propagiert oder vermittelt, dass möglichst viele Kinder erwünscht seien und wenn ja, warum?

3. Strukturen, Betreuersystem und Bemessung


Uns wurde berichtet:

* Ein zentrales Element sei die sogenannte Bemessung: In einer Runde von Teilnehmenden würden persönliche Verfehlungen/Sünden
 angesprochen, moderiert durch einen Bemessungsleiter.
 * Nach der Schilderung der Person könne es dabei dazu kommen, dass einzelne Teilnehmende stärker in den Fokus der Gruppe geraten und emotional stark belastet sind.
* Weiterhin beschreibt sie einen ausgeprägten Personenkult um Ihre Person und Ihre Familie und führt aus, Sie hätten sich als von
Gott berufener Prophet verstanden, der im Namen Gottes spreche.

Zu einer Bemessung im Jahr 2017 schildert ein ehemaliges Mitglied:

* Ihr ist vor einer Gruppe von 20-30 Personen u.a. vorgehalten worden, durch ihren früheren Ausstieg aus der OCG nicht an
Aktivitäten mitgewirkt zu haben. In der Folge sei ihr eine Verantwortung für den Tod von Menschen im Iran/Irak zugeschrieben
worden.
* Sie beschreibt, in dieser Situation emotional zusammengebrochen zu sein und keine Entlastung in der Runde erlebt zu haben. Sie sagt, das sei so gewollt. Menschen sollten gebrochen werden.

Fragen:

* Wie ist die OCG organisatorisch aufgebaut?
* Wie sehen Sie selbst Ihre Rolle innerhalb der OCG?
* Was ist aus Ihrer Sicht das Ziel und der typische Ablauf einer Bemessung?
* Gibt es dieses Ritual heute noch?
* Wie reagieren Sie auf den Vorwurf, dass diese Rituale dazu dienten, Menschen psychisch zu brechen, gleichzuschalten und
gefügig zu machen?
* Wie wird in solchen Runden mit belastenden oder emotional zugespitzten Situationen einzelner Teilnehmender umgegangen?

4. Haltung zu Medien, Außenkontakten, Wissenschaft, Politik,
Krisenvorbereitung


Eine Person berichtet aus ihrer Zeit in der OCG:

* In ihrer Familie seien Fernsehen und Radio nicht genutzt worden; der Konsum bestimmter Medien, Musik und Bücher sei unerwünscht gewesen.
* Kontakte zu Menschen außerhalb der OCG seien eingeschränkt gewesen; Freundschaften außerhalb seien nicht gefördert worden.
 * Innerhalb der OCG wurden unwissenschaftliche Thesen und Verschwörungsideologien verbreitet. Bei einer Veranstaltung sei
die Äußerung gefallen: Was, wenn Hitler ein Prophet gewesen sei?

Fragen:

* Welche Haltung vertritt die OCG im Bezug auf Medien im Allgemeinen und öffentlich‑rechtliche Medien im Besonderen?
* Wie äußern Sie sich zum Vorwurf, die OCG würde unwissenschaftliche Thesen und Verschwörungsideologien verbreiten
(Weltherrschaftselite, Handystrahlung, Hitler als Prophet)?
* Gibt es innerhalb der OCG Empfehlungen oder Regeln zum Medienkonsum (z.B. Fernsehen, Radio, Internet)?
* Wie ist die Haltung der OCG gegenüber Kontakten und Freundschaften außerhalb der Gemeinschaft?
* Gab es in der OCG Krisen‑ oder Survival‑Übungen? Wenn ja: Mit welchem Ziel?

5. Umgang mit Austritten


Eine Person schildert die Zeit nach ihrem Austritt:

* Sie habe Anrufe, Faxe und Briefe erhalten, darunter nach ihrer Darstellung scharf formulierte Schreiben, u.a. von einem
Distriktleiter.
* Sie habe befürchtet, im Anschluss an ihren Austritt zu weiteren Gesprächen oder Bemessungen gedrängt zu werden.

Fragen:

* Gibt es innerhalb der OCG festgelegte Vorgehensweisen für den Fall, dass Mitglieder austreten möchten? Wird versucht, Menschen
 zum Bleiben zu bewegen?
* In welcher Form nehmen Leitungspersonen nach einem Austritt Kontakt zu betroffenen Personen auf?
* Wie reagieren Sie auf den Vorwurf, dass Ex‑Mitglieder mit massivem Druck, wiederholten Anrufen und beschimpfenden Faxen/Briefen konfrontiert wurden?


6. Selbstverständnis der Gemeinschaft


* Wie bezeichnen Sie Ihre Gemeinschaft selbst und wie reagieren Sie auf die Einordnung der OCG als Sekte?

Wir bitten Sie, uns Ihre schriftliche Stellungnahme zu den genannten Punkten bis spätestens *10.06.2026, 17 Uhr* zukommen zu lassen.

Bitte antworten Sie direkt auf diese Mail mit diesem Betreff und an diesen Mail‑Account, damit gewährleistet ist, dass Ihre Stellungnahme fristgerecht berücksichtigt werden kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Verena Krempl

Signatur_BR_200917

Verena Krempl

Redakteurin Wissen und Forschung



Bayerischer Rundfunk

Programmdirektion Kultur | Programmbereich Wissen und Bildung

Floriansmühlstraße 60 | Haus 3a | 80939 München

Mobil: +49 1520 9780384

Telefon +49 89 5900-26081

Mail: verena.krempl@br.de 
BR.de http://br.de/

Antwort von Bettina Busch (Sekretärin) und Sohn Elias Sasek:


Re: Bitte um Stellungnahme "Die Frage" (BR)

Datum:
09.06.26 20:03


Sehr geehrte Frau Krempl


Ihre Mail von 3. Juni ist bei uns eingegangen. Herr Sasek ist aktuell in den Ferien und wird erst einige Tage nach Ablauf Ihrer genannten Frist, Kenntnis nehmen können von Ihrem Schreiben und den Fragen.


Sie schreiben: Wir recherchieren ergebnisoffen und sind dabei, Sachverhalte abzuklären, Stellungnahmen einzuholen und die Möglichkeit 
einer Veröffentlichung zu prüfen.


Damit Sie trotz Abwesenheit von Herrn Sasek die Möglichkeit haben, dies auch wirklich zu tun, gebe ich Ihnen einen Link zu sämtlichen, 
gesammelten Antworten von Ivo Sasek, die er in den vergangenen Jahren/Jahrzehnten zu Anfragen wie die Ihre formuliert hat. Sie finden 
diese gebündelt und nach Fragestellung strukturiert unter: https://www.ivo-sasek.ch/antworten 
Hier können Sie ausführlich ergebnisoffen recherchieren.


Das allermeiste Ihrer Fragen ist allerdings beantwortet, wenn Sie sich nur schon diese 30 Minuten Video anschauen:
https://www.kla.tv/12747


Wo es möglich war, habe ich Ihnen noch weitere Direktlinks zusammengesucht und bei der jeweiligen Frage als Antwort platziert.


Zudem habe ich, wo es mir als Ergänzung hilfreich erschien, eine persönliche Stellungnahme von mir selbst eingefügt. Ich erachte mich als kompetent, da ich schon über 30 Jahre eng mit Ivo Sasek zusammenarbeite und das Werk und alle Entwicklungen aus allernächster Nähe miterlebt und mit geprägt habe


Die Antworten sind in der angehängten Datei eingefügt und durch eine andere, kursive Schrift kenntlich gemacht, mit dazugehörigen Beilagen. Ebenso leite ich Ihnen ein Schreiben von Elias Sasek, einem Sohn von Ivo Sasek, weiter. Es lag ihm am Herzen, Ihnen noch persönlich zu schreiben.


Wir sind gespannt, ob Sie Ihrem Selbstbeschrieb entsprechen werden und die Dinge so darstellen, wie sie wirklich sind. Bitte senden Sie mir im Vorfeld den Ausstrahltermin Ihrer Produktion, damit wir wissen, wann und auch wo das Video erscheint und wir dies überprüfen können.


Besten Dank! Freundliche Grüsse


Bettina Busch (langjährige Mitarbeiterin und Sekretärin von Ivo Sasek)


PS: Ich habe mich bemüht, Ihnen alle Antworten von Herrn Sasek, seinem Sohn Elias Sasek und von mir einen knappen Tag vor der Frist 
zuzusenden, damit Sie mehr Zeit haben, sich mit allem ausführlich auseinander zu setzen.


Von Elias Sasek


Sehr geehrte Frau Verena Krempl 


Mein Vater, Ivo Sasek, ist zurzeit im Urlaub. Seine Generalsekretärin Bettina Busch hat sich aber bereit erklärt, auf Ihre Fragen näher 
einzugehen. Ich erlaube mir, Sie darauf hinzuweisen, dass wir für diese Art Medienanfragen eine Webseite erstellt haben. Diese können Sie unter dem folgenden Link aufrufen: https://www.ivo-sasek.ch/antworten. Mein Vater hat Ihren Berufskollegen von ARD, ZDF, SRF, BR usw. usf. schon sehr ausführliche Antworten verfasst. Auf diese können Sie uneingeschränkt zugreifen. Um es aber direkt auf den Punkt zu bringen: Selbst die ausführlichsten Antworten meines Vaters haben nie etwas gebracht. Bis zum heutigen Tag wurde noch nie die Wahrheit veröffentlicht, sondern nur vorgefasste Meinungen und Urteile. Deshalb wende ich mich persönlich an Sie, sehr geehrte Frau Krempl:


Die Berichte Ihrer Berufskollegen verlaufen, bekanntlich, immer nach demselben Muster. Sie implizieren die OCG als gefährliche Sekte, und die einseitigen Darstellungen von Aussteigern, die bei uns viele schöne Jahre mit vielen positiven Erfahrungen durchlebt haben, werden mitleiderregend inszeniert, mit dem Ziel, die Zuschauer gegen die OCG aufzuhetzen.Beachten Sie in diesem Kontext, dass viele geschiedene Ehepaare bekanntlich nach der Scheidung kein gutes Haar an ihrem Ex-Partner lassen und plötzlich alles schlecht reden. Ich möchte damit nicht bestreiten, dass auch wir Fehler machen. Oh ja, es sind ganz bestimmt einige Fehler passiert… Doch aus welcher Herzenshaltung und Gesinnung sind diese Fehler geschehen? Ich kann mir beispielsweise vorstellen, dass manche OCG-Mitglieder aus Liebe, einen friedlichen Abgang zu finden, Briefe schrieben, die bei der ausgestiegenen Person Druck auslösten. Was soll's. Das passiert bei vielen Freundschaften oder gar Liebschaften, die auseinandergeht, und ist kein „OCG-Problem”. Wenn Sie wirklich ergebnisoffen berichten möchten, dann zeigen Sie doch in ihrer Reportage reichlich Ausschnitte aus unserem Freundestreffen 2026 
«Faszinierende Organismus Demonstration», aufrufbar unter dem Link https://www.kla.tv/41276.


Dort können Sie live erleben, wie glücklich die Menschen bei uns sind — bevor sie uns verlassen und sich später womöglich bei Ihnen auf dem Frage-Antwort-Stuhl wiederfinden. Im genannten Praxiseinblick nennen OCG’er das Mitwirken bei uns als «Wellness für die Seele», als «Himmel auf Erden», «Eine tiefe Verbundenheit» und vieles mehr. Und dies ist keine Show, sondern erlebbare Realität. Sie haben die Erlaubnis, Ausschnitte aus dem Film in Ihre Sendung einzuspielen. Wir laufen zwar wie immer die Gefahr, dass Sie Ausschnitte aus dem Zusammenhang schneiden und verdrehen. Diese Erfahrung wäre uns alles anderes als unbekannt.


Weiter lohnt es sich sehr, die aktuelle Predigt meines Vaters «Königsdisziplin geistlicher Kampfführung» anzuschauen: 
https://www.youtube.com/watch?v=SsTzduL_5tg 
Die Reden meines Vaters Ivo Sasek sind keine gewöhnlichen Reden – es sind Reden, die Menschen inspirieren, ihnen Hoffnung gibt und ihnen Halt in schweren Zeiten vermittelt. Hören Sie sie, wenn irgend möglich, im ganzen Umfang an, dann lernen Sie die liebende Herzenshaltung meines Vaters zu allen Menschen, selbst zu seinen Hassern, am besten kennen.


//


Als letzte Produktplatzierung ;-) empfehle ich Ihnen noch mein neuestes Dokudrama «Gemeinsam einsam» https://www.kla.tv/41064 - Wenn Sie dieses ohne Vorurteil anschauen, werden Sie im Herzen spüren, dass das, was wir machen, den Menschen hilft. Gerade als Redakteurin einer der größten und reichweitenstärksten öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten Deutschlands tragen Sie eine besondere Verantwortung, sorgfältig, wahrheitsgemäß und ausgewogen zu berichten.


Mit freundlichen Grüssen


Elias Sasek
Management, IT & PR